Neues Dialogformat zum Ausprobieren
– sytemisches Denken und Sportpsychologie im beruflichen Kontext


   Challenge, surprise.


       Impulse aus Systemtheorie und Sportpsychologie im beruflichen Kontext


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Fachliche Exzellenz entsteht durch Erfahrung, Fortbildung und jahrelange Praxis. Doch selbst hochqualifizierte Menschen können in ihrem beruflichen Kontext an einen Punkt kommen, an dem persönliche Entwicklung stagniert, schlichtweg weil Rollen, Erwartungen und Routinen im System stabil geworden sind. Während Rollen und Gewohnheiten oft die Stabilität unterstützen, behindern sie anderseits Flexibilität und Gestaltungsspielräume.


Systemische Fragen setzen genau hier an. Sie machen sichtbar, wie eine Rolle im Zusammenspiel mit anderen funktioniert, welche Erwartungen unausgesprochen wirken und wo Verhalten vorhersehbar geworden ist.


Wer den eigenen systemischen Kontext erkennt, gewinnt neue Handlungsoptionen. Schon kleine Perspektivwechsel können motivierend wirken und genau darin liegt oft der Schlüssel für Entwicklung, Wirksamkeit und neue Formen von Leistung.


Die folgenden Fragen sind als Einladung gedacht: zur Selbstbeobachtung, zum Perspektivwechsel und dazu, die eigene Rolle im System bewusst (neu) zu gestalten.

Systemische Fragen zur Reflexion der eigenen Rolle im beruflich-fachlichen Kontext (Auszug)

Beantworten Sie die folgenden Fragen möglichst spontan und ohne langes Nachdenken. Notieren Sie ihre Antworten:

  • Was ist aus Ihrer Sicht das typische Verhalten einer Person in Ihrer Funktion?
  • Welche Aufgaben übernehmen Sie fast reflexartig – selbst dann, wenn sie nicht offiziell zu Ihrer Rolle gehören?
  • Welche unausgesprochenen Erwartungen scheinen Kolleg:innen und Vorgesetzte an Sie zu stellen?
  • Stellen Sie sich Ihren Kollegenkreis als ein Team im sportlichen Sinne vor. Wie würden Sie beschreiben, in welcher Weise sich Ihre Teammitglieder "um Sie herum" positionieren?
  • Was würde Kolleg:innen sofort auffallen, wenn Sie es eine Woche lang nicht tun würden?
  • Was könnten Sie in Ihrer Rolle auf keinen Fall tun, ohne ganz viel Mut aufzubringen?
  • Welche Ihrer Routinen würden Nachfolger:innen wahrscheinlich nicht übernehmen?
  • Wo haben Sie in Ihrer Rolle mehr Spielraum, als Sie aktuell nutzen?
  • Welche Regeln existieren eher aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit?
  • Wie reagieren Sie regelmäßig unter Druck?
  • Was tun Sie, wenn es schnell gehen muss?
  • Mit welcher Kritik sehen Sie sich immer wieder konfrontiert?
  • Welche Identität versuchen Sie eventuell reflexartig zu verteidigen?
  • Welche Komplimente über Ihre Arbeitsweise hören Sie immer wieder? 
  • Welche Bezeichnung (Eigenschaft, Label) würden Sie nur ungern verlieren?

Kurze Selbstauswertung

Wenn Sie schnell antworten konnten und Ihnen die Antwort leicht fiel, kann das darauf hinweisen, dass andere Sie in ähnlicher Weise einschätzen und Sie in diesen Bereichen "erwartungsgemäß" bzw. "berechenbar" handeln. Wenn Ihnen eine Frage hingegen eher unangenehm vorkam oder die Antwort schwer fiel, kann das auf Spielräume für Veränderung und Entwicklung hindeuten.


Diese Fragen sind als Anregung gedacht, um das Systemische in der eigenen beruflichen, professionellen Rolle wahrzunehmen. Durch diese und ähnliche Fragen sollen stabile Muster und Rollen sowie unbewusste Signale und Erwartungshaltungen sichtbar werden.


In systemischer Sicht zeigen sich darin unter anderem Wiederholungsmuster, Verlässlichkeit und Erwartbarkeit. Anhand von systemischen Fragen lässt sich beobachten, wodurch sich Systeme stabilisieren und auf welche Weise man selbst immer wieder dazu beiträgt.
(
Anmerkung: Eine weitere, beliebte Art von systemischen Fragen hat hypothetischen Charakter und lädt zum Denken außerhalb des eigenen Tellerrands ein).

Dynamische Systemtheorie

Die dynamische Systemtheorie (DST) bietet als interdisziplinärer Forschungsbereich eine Reihe spannender und praktikabler Konzepte, um sich komplexen Systemen und deren Wechselwirkung mit verschiedenen Einflüssen anzunähern. Systeme können in allen Größenordnungen betrachtet werden. Einzelne Körperzellen und deren Interaktion mit äußeren Faktoren stellen Systeme dar. Auch ein  Gehirn im Körper, der Körper in einem bestimmten Umfeld, etwa einem Team, das Team innerhalb einer Organisation, diese wiederum in einer Branche, einem Wirtschaftszweig, einem regionalen Raum, einem politischen, rechtlichen Regime, auf all diesen Ebenen können mit den Mitteln der Systemtheorie Wechselwirkungen, Interaktionen und Veränderungen analysiert werden.


Von zentraler Bedeutung ist dabei eine dynamische, nichtlineare Betrachtungsweise. Systeme können zwar durch so genannte Attraktoren in stabilen Zuständen und wiederkehrenden Mustern gehalten werden, doch es gibt durchaus Kipppunkte, gegenläufige Narrative, destabilisierende Faktoren (sogenannte Repeller), die nichtlineare Veränderungen und plötzliche Verschiebungen (Phasenänderungen) begünstigen können.







Abb: Ein dynamisches System mit zwei verschiedenen Attraktoren. 

Damit öffnet die dynamische Systemtheorie den Raum für Veränderungen und Verschiebungen auch in scheinbar festgefahrenen Situationen. Um individuelle Rollen im beruflichen Kontext ausreichend zu berücksichtigen, greifen wir zusätzlich auf Impulse aus der Sportpsychologie zurück.

"Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen." (Epiktet (um 50 - 138 n. Chr.)

Sportlerinnen und Sportler kämpfen grundsätzlich mit dem Umgang mit Fehlern, mit Verlust, Frust und Ängsten und dergleichen. Die Sportpsychologie bietet Wettkämpfern in der Regel Unterstützung dabei an, im Training erbrachte Leistungen auch unter Turnierbedingen abzurufen. Viele Sportlerinnen und Sportler arbeiten in dem Zusammenhang gezielt an der Art und Weise, wie sie über bestimmte Ereignisse denken.


Ein früher Rückstand, ein unangenehmer Gegner, ein unnötiger Fehler, derartige Dinge können Leistungen im Wettkampf beeinträchtigen. Da derartige Ereignisse emotionale Reaktionen hervorrufen können, ist es hilfreich, seine eigenen so genannten emotionalen Trigger zu kennen. Wer vorbereitet ist und weiß, wie er oder sie in bestimmten Situationen (zum Beispiel bei Rückstand) reagiert, kann bewusster mit den eigenen emotionalen Reaktionen umgehen.


Im Beruflichen Kontext handelt es sich nicht um eine Turnierteilnahme, wenn man morgens zur Arbeit erscheint. Dennoch können Impulse aus der Sportpsychologie und Vergleiche mit Wettkampfsituationen gerade im beruflichen Umfeld eine wertvolle Bereicherung darstellen.


Hier einige Beispiele für Fragen zu emotionalen Triggern im beruflichen Kontext:

  • Wodurch lassen Sie sich zu vorschnellen Entscheidungen treiben?
  • Was bringt Sie nahezu jedes Mal aus dem Konzept?
  • Welche Art von Verhalten irritiert Sie immer wieder?
  • Wann fühlen Sie sich “unterschätzt”, und wie reagieren Sie?
  • In welchen Situationen möchten Sie “etwas beweisen”?
  • Wem oder welcher Art von Person möchten Sie heute auf keinen Fall begegnen (und warum)?
  • Welche Situation würden Sie am liebsten vermeiden, wenn es ginge?


Gerade im Umgang mit schwierigen Situationen kann es durchaus hilfreich sein, berufliche Situationen auch mal mit dem Vokabular aus Wettkampf und Sport zu beschreiben. Im Wettkampf hat man Zielsetzungen und Erwartungen, man stellt sich starken Gegnern und Mitwettbewerbern und empfindet hoffentlich Lust und Freude am Spiel, Überraschungsmomente und unerwartete Ereignisse. Welche dieser Elemente finden sich auch im beruflichen Kontext? 

Lösungsansätze – der strategische Wert von Irritation

In unserem neu entwickelten Dialogformat führen wir Sie im Rahmen eines persönlichen und personalisierten Austausches durch Impulse aus der dynamischen Systemtheorie und der Sportpsychologie. Dabei ist die Kombination aus beidem entscheidend. Gewinnen Sie neue Perspektiven und Anregungen zur Erweiterung Ihrer eigenen Rolle.


In der Erarbeitung von Lösungsansätzen entwickeln wir im Laufe des Dialogformats gemeinsam mit Ihnen eine Art "Repertoire", mit dem Sie neue Möglichkeiten erhalten, Ihre systemische, berufliche Rolle anders auszufüllen, eventuell auch mal zu irritieren und die Sichtweise anderer auf Ihre Rolle graduell zu verändern.

Weiterführende Informationen

Falls dies Interesse bei Ihnen geweckt hat und Sie sich mehr mit systemischem Denken im beruflichen Kontext beschäftigen möchten, laden wir Sie gern kostenfrei zum Kennenlernen unseres neu entwickelten Dialogformats ein.

Schreiben Sie uns an: systemtheorie@fortbildungskampagne.de oder kontaktieren Sie uns auf gewohntem Wege.


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