Der vollständige Bericht kann hier aufgerufen werden:
OECD Digital Education Outlook 2026 Exploring Effective Uses of Generative AI in Education
Der OECD Digital Education Outlook 2026 widmet sich der Frage, wie digitale Technologien – insbesondere generative Künstliche Intelligenz – Bildungssysteme verändern
Viele der darin beschriebenen Erkenntnisse lassen sich direkt auf die öffentliche Verwaltung übertragen. Denn auch Behörden, kommunale Unternehmen und öffentliche Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, neue Technologien verantwortungsvoll, rechtssicher und souverän einzusetzen.
Der Bericht macht deutlich: Die digitale Transformation betrifft Arbeitsweisen, Entscheidungsprozesse und Kompetenzen, und damit auch den Kern staatlichen Handelns.
KI verändert die Verwaltung – aber nicht automatisch zum Besseren
Generative KI wird in Verwaltungen zunehmend eingesetzt: bei der Texterstellung, der Analyse von Dokumenten, der Strukturierung von Informationen oder im internen Wissensmanagement. Der OECD-Bericht betont jedoch, dass der Nutzen solcher Systeme stark davon abhängt, wie sie eingesetzt werden.
KI kann Prozesse unterstützen und beschleunigen. Wird sie jedoch unreflektiert genutzt, besteht die Gefahr, dass fachliche Prüfung, rechtliche Bewertung und eigenständiges Denken in den Hintergrund treten. Gerade im öffentlichen Sektor, wo Entscheidungen nachvollziehbar, überprüfbar und rechtssicher sein müssen, ist das ein zentrales Risiko.
Die OECD weist darauf hin, dass KI nicht als Ersatz für fachliche Kompetenz verstanden werden darf, sondern als Werkzeug, das menschliche Urteilskraft ergänzt und nicht ersetzt.
Neue Kompetenzanforderungen für Beschäftigte
Der Bericht zeigt, dass digitale Kompetenz künftig weit über technisches Anwenderwissen hinausgeht. Für die öffentliche Verwaltung bedeutet das eine Verschiebung der Anforderungen:
Diese Fähigkeiten lassen sich nicht allein durch Selbststudium entwickeln. Die OECD betont daher die Bedeutung strukturierter Qualifizierungsangebote, die technisches Verständnis, rechtliche Einordnung und praktische Anwendung miteinander verbinden.
Verwaltung als lernende Organisation
Ein zentrales Motiv des OECD-Berichts ist die Idee der „lernenden Organisation“. Digitalisierung ist kein einmaliger Veränderungsprozess, sondern ein dauerhafter Wandel. Für Verwaltungen bedeutet das: Weiterbildung darf nicht punktuell erfolgen, sondern muss kontinuierlich angelegt sein.
Neue Technologien verändern Aufgabenprofile, Zuständigkeiten und Arbeitsroutinen. Gleichzeitig steigen Erwartungen an Effizienz, Transparenz und Service. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Beschäftigte Zeit, Räume und Strukturen für Lernen, die in den Arbeitsalltag eingebettet sind.
Der OECD-Bericht macht deutlich, dass Organisationen, die Weiterbildung strategisch verankern, besser in der Lage sind, mit Komplexität und Veränderung umzugehen.
Governance, Verantwortung und Vertrauen
Besondere Bedeutung misst die OECD Fragen der Governance bei. Der Einsatz von KI im öffentlichen Sektor berührt grundlegende Prinzipien staatlichen Handelns: Rechtsstaatlichkeit, Gleichbehandlung, Datenschutz und Transparenz.
Der Bericht zeigt, dass Vertrauen in digitale Systeme nur dort entstehen kann, wo klare Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollmechanismen bestehen. Technische Innovation allein reicht nicht aus. Erforderlich sind:
Gerade vor dem Hintergrund der europäischen KI-Regulierung gewinnt dieses Zusammenspiel von Technik, Recht und Qualifikation weiter an Bedeutung.
Zusammenfassung: Weiterbildung als Schlüssel der digitalen Verwaltung
Der OECD Digital Education Outlook 2026 verdeutlicht, dass KI nicht nur neue Werkzeuge bringt, sondern neue Anforderungen an staatliches Handeln. Für die öffentliche Verwaltung bedeutet dies, digitale Kompetenzentwicklung strategisch zu denken – und zwar als Voraussetzung für Handlungsfähigkeit.
Der Erfolg digitaler Transformation hängt weniger von der Technologie ab als von den Menschen, die sie einsetzen. Weiterbildung wird damit zu einer zentralen Zukunftsressource des öffentlichen Sektors.
Nur wenn Beschäftigte befähigt werden, KI kompetent, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen, kann Digitalisierung zu mehr Qualität, Effizienz und Vertrauen im Verwaltungshandeln beitragen.
Der vollständige Bericht kann hier aufgerufen werden:
OECD Digital Education Outlook 2026 Exploring Effective Uses of Generative AI in Education
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Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:
Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Online-Format. Experten und Expertinnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von praxisnahen Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den Referenten und Referentinnen vor Ort oder online.
Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit Experten und Expertinnen sowie Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann.




Agendaliste: Vergangene Seminare der Fortbildungskampagne öffentliches Recht